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WasserShiatsu (Watsu)

Diese Therapiemethode basiert auf dem Zen-Shiatsu (Druckpunktmassage und Dehnübungen) und wird seit 1980 von Harold Dull (USA) entwickelt. Er nannte die kunstvolle Verbindung berührender Therapieformen WATSU = WaterShiatsu. Watsu verbessert das Fliessen der Lebensenergie (Chi).

Die Wirbelsäule, im Wasser vom Körpergewicht und der Schwerkraft befreit, kann leichter bewegt werden als an Land. Diese Freiheit, im Wasser leicht und beweglich zu sein, geniesst jeder Mensch, der Entspannung sucht.

 

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WasserTanzen (Wata)

ist eine dynamische Bewegungstherapie, die seit 1987 von Aman Schröter und Arjana Brunschwiler gelehrt wird. Wer durch Watsu Vertrauen in das fliessende Bewegtwerden an der
Wasseroberfläche gewonnen hat, ist eingeladen, mit einer Nasenklemme unter Wasser die schwerelose Dreidimensionalität zu entdecken. Durch Anwenden verschiedenster Hebelgriffe werden die Hauptgelenke des Körpers von Verspannungen befreit. Spiral-, kugel-, wellen- und schlangenförmig ’tanzend’, verbessern sich Bewegungsgefühl, Körperkoordination und Gleichgewichtssinn automatisch, während die Behandelten das Gefühl geniessen, nichts tun zu müssen. Die organischen Rhythmen und wachsendes Vertrauen führen oft zu traumähnlichen Meditationszuständen. Zeit und Raum verlieren ihre Bedeutung, Veränderung wird möglich. Von aussen betrachtet, erinnert Wata gleichzeitig an Stretching, Atemtherapie, Meditation, Aikido, Wiegen, Massage und Tanz.

 

Positive Wirkungen von Aquatischer Körperarbeit

WasserShiatsu und WasserTanzen bietet den verschiedensten Menschen ganz vielfältigen Nutzen. Aquatische Körperarbeit zeigte bisher folgende positive Wirkungen:

 

Physiche Wirkungen:

  • verbessert venösen & Iymphatischen Rückfluß
  • verbessert die Fliessfähigkeit des Blutes (Blutviskosität)
  • Herabsetzung des peripheren Widerstandes, dadurch bessere Durchblutung von Haut, Muskeln und Bindegewebe
  • Aktivierung des zellulären Stoffwechsels
  • verstärkte Nierendurchblutung und Harnausscheidung
  • verringert die Abwehrspannung der Muskulatur
  • Abnahme der Haltearbeit des gesamten Körpers
  • Zunahme der Beweglichkeit
  • Verlängerung der Wirbelsäule um ca. 2 cm durch Flüssigkeitsaufnahme der Bandscheiben
  • Bindegewebe wird dehnbarer
  • Reduzierung des Drucks auf die Nervenaustrittsstellen
  • Verbesserung des Atemmusters (Einatmen gegen den Wasserwiderstand, Unterstützung der Ausatmung)
  • Herabsetzung des Residualvolumens (Restvolumens)
  • analgetische und antiphlogistische Wirkung (besonders bei chronischen Erkrankungen)

Psychische Wirkungen

  • psychische Entspannung und Detonisierung (Verminderung der Spannung)
  • Angstreduzierung (Milchsäureabbau)
  • Streßbewältigung (warmes Wasser, Berührung, Kontakt)
  • verbessertes Körpergefühl, gesteigerte Körperwahrnehmung

 

Spezielle Krankheitsbilder, die auf Aquatische Körperarbeit positiv ansprechen

  • subakuter/chronischer Schmerz
  • neuromuskuläre Störungen
  • Kopfverletzungen
  • Bindegewebsfehlfunktionen
  • chronische Kopfschmerzen
  • chronische Abgespanntheit, Schlafstörungen
  • Hyperaktivität
  • durch Streß und Angst verursachte Störungen
  • Depressionen
  • Drogenmißbrauch, Drogensucht
  • orthopädische Erkrankungen, Körperbehinderungen, frühkindliche Hirnschädigungen
  • Schwangerschaftsbeschwerden (mit Arzt abzusprechen)

 

Relative Kontraindikationen

In den folgenden Fällen mag es nicht angemessen sein mit einem Klienten oder einer Klientin ins warme Wasser zu gehen (Vorsichtsmassnahmen sind zu ergreifen oder Arzt/Ärztin ist zu befragen):

  • Hautentzündungen mit Absonderungen
  • kleine offene Wunden (können mit Deprisorb oder Sofratüll bedeckt werden)
  • unkontrollierter Blutdruck (geringfügig erhöhter oder erniedrigter Blutdruck ist ok, aber Vorsicht bei sehr niedrigem Blutdruck)
  • instabile Angina Pectoris, Herzrhythmusstörungen oder ähnlichem (Arzt/Ärztin fragen, ob warmes Wasser kontraindiziert ist)
  • Venenleiden (kalt duschen)
  • Gehirnblutung (mindestens 3 Wochen warten, nachdem die Blutung aufgehört hat, Arzt/ Ärztin fragen)
  • Multiple Sklerose - verträgt eventuell kein warmes Wasser (hängt von dem Klienten/ der Klientin ab)
  • Chlorempfindlichkeit oder Chlorallergie
  • Fehlen des Hustenreflexes (müßte genauer beobachtet werden)
  • Schwindelgefühle (siehe unten)
  • Verhaltensstörungen - unangemessenes körperliches, verbales und sexuelles Verhalten

 

Vorsichtsmaßnahmen bei Bewegungen während der Sitzung

Bei folgenden Befunden den behandelnden Arzt oder die Ärztin fragen, ob WasserShiatsu und WasserTanzen für den Klienten/die Klientin geeignet ist:

  • kürzliche Hüftoperation (künstliche Hüfte)
  • kürzliche Rückenoperation, z. B. nach einem Bandscheibenvorfall
  • kürzliche Operationen im allgemeinen
  • kürzlicher Knochenbruch
  • Bandinstabilität
  • arthritische Halswirbelsäule (sehr vorsichtig sein, wie der der Hals gehalten wird, besonders bei Hyperextension bzw. Überstreckung der Halswirbelsäule)
  • Schmerzen bei Bewequngen der Wirbelsäule oder der Gelenke (bitte in Kontakt mit dem Klienten/der Klientin Bewequngen auf Schmerzauslösung überprüfen, die Position entsprechend ändern)
  • Bandscheibenvorwölbung (Protrusion; höchste Vorsicht!!!)
  • Spondylolisthesis und Arthritis (extreme Positionen der Wirbelsäule vermeiden)
  • Fibromyalgie (Fasermuskelschmerzen)
  • häufige Ohrinfektionen (es mag nötig sein, Ohrstöpsel oder Medikamente zu verwenden; Arzt/Ärztin befragen)
  • außergewöhnlicher Schwindel (bei außergewöhnlichem Schwindel oder anderen vestibulären Störungen muß man sich langsam bewegen und die Toleranz des Klienten oder der Klientin häufig kontrollieren, besonders bei der ersten WATSU-Session. Um die Toleranz zu kontrollieren, bittet man den Klienten/die Klientin, während der Sitzung die Augen offen zu halten, man achtet auf den Nystagmus - das unwillkürliche, rhythmische Hin- und Herbewegen der Augen - und fragt, ob ihm / ihr schwindelig oder übel ist.

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Unangemessenheit von WATSU und WATA

Wenn sich die Klientin bzw. der Klient oder Practitioner mit der körperlichen Nähe und Intimität vom WATSU oder WATA unbehaglich fühlen, oder WATSU/WATA als ein sexuelles Erlebnis betrachten und sich unangemessen verhalten, kann die Notwendigkeit entstehen, das Verhalten anzusprechen oder das WATSU oder WATA abzubrechen.

 

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie entspricht dem momentanen Stand unserer Erfahrungen. Eine Erweiterung ist jederzeit möglich.

2/99 Netzwerk für Aquatische Körperarbeit e.V./ Stefan Kummer/Bern

 
 
 
 
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