Home
Impressum

Themen (S)

 

Schamanische Heilmethoden in der psychotherapeutischen Praxis

 

Schamanische Heilmethoden

Natürliche Schmerzbehandlung


Sufismus



Ihr Ansprechpartner

Dorntherapeuten
in - D - CH - A 


Dorn-Seminare

Lichtwolke
(Reikiseminare)


Seminare

Vorträge


nach oben

  Das Wort „sáman", worauf unser Wort „Schamanin/Schamane" zurückgeht, stammt vom Volk der Evinken aus der tungusischen Region der Altaigebirge im nordöstlichen Sibirien. Es ist nur ein Wort von vielen, das von unterschiedlichen Kulturen benutzt wird, um eine Person zu beschreiben, die mit Hilfe von Trance und Ekstase andere Bewußtseins- und Seinszustände betritt, um dort, in der sogen. Anderwelt, die von Castaneda mit dem Begriff der „Nicht-Alltäglichen Wirklichkeit"(NAW)belegt wurde, nach Informationen, Heilwissen und Hilfe zu fragen und diese zum Wohl des Stammes bzw. der Klienten/Patienten anzuwenden.

Das Wort „Schamanin" kann u. a. übersetzt werden in der Bedeutung von „in Brand setzen, brennen", und dies bezieht sich auf die Fähigkeit der Schamanin, mit Hitzeenergie zu arbeiten. (Eine andere Übersetzung lautet „wissen" bzw. „sehen"!)

Die Hitze ist keine verbrennende Hitze im materiellen Sinn, wohl aber eine spirituelle Hitze, die eben auch auf der Ebene des spirituellen Körpers, also dort, wo unser „Lebensentwurf" zu finden ist, an- setzt. Sie verbrennt dort alles, was dem ursprünglichen Entwurf unserer selbst als „wahre Menschen" nicht standhält. Um mit dieser Energie arbeiten zu können, muß ich, wenn ich schamanisch tätig bin, meinen eigenen Energiepegel so weit anheben, daß die Schwingungsfrequenz meines „Systems" die Grenze von Zeit und Raum überschreitet; dies entspricht einer Bewußtseinserweiterung bzw. -verände- rung, durch die ich in der Lage bin, die schamanische Energie zu meistern.

Die Bewußtseinsebene, die dann von mir aufgesucht wird, gehört zur natürlichen menschlichen Aura, auch wenn sie überpersönlich ist (oberhalb der alltäglichen Wirklichkeit - des Ego - liegt); in den Anfängen der Menschheit - zur Zeit der Sammler und Jäger bis zu den Gartenbauern - war es normal und selbstverständlich, daß diese Ebene nicht abgetrennt war von den anderen „Auraschichten", sondern der Mensch war auf holistische Art verbunden.

Als „homo industrialis" haben wir unsere Schwingungsfrequenzen so sehr hinunter gedrückt, daß wir auf einem extrem niedrigen Level leben und gerade genug Energie „produzieren" - besser gesagt „durch-lassen" -, um überleben zu können. Das Gefühl von Lebendigkeit geht uns dabei meistens veloren; und wenn gar Krankheiten oder Krisen auftreten, dann werden wir damit allein nicht mehr fertig. Wir wissen nicht, wie wir über unsere Energien verfügen können, wenn wir überhaupt etwas von ihrer Existenz ahnen.

Die NAW, die „Anderwelt" ist eigentlich nur für den homo industrialis anders; sie gehört zur natürlichen lebendigen „Ausstattung" jedes lebenden Individuums. Nur für uns, die wir in der Kultur der Städter aufgewachsen sind, die ohne Wurzeln und ohne Flügel ist, ist diese Reali- tät „nicht-alltäglich"!

Fast alle modernen psychotherapeutischen Methoden haben ihre Wurzeln im Schamanismus. Nun versuchen PsychologInnen von heute die schamanische Reise, mit deren Hilfe sich scha- manisch Tätige in die NAW begeben, zu interpretieren als „Reise nach innen / ins Unbewuß- te / zum 'Höheren Selbst'" usw., was wirklich eine westlich psychologisch-flache Erklärung ist, die im wesentlichen auf der vom Intellekt beherrschten psychologischen Tätigkeit und einem ebensolchen rationalen Verständnis beruht; für SchamanInnen existiert jedoch die NAW unabhängig von unserem Verstand und parallel zur Alltäglichen Wirklichkeit!

Weil ich die Räume des spirituellen Bewußtseins erkundet und erfahren habe, daß alles mit Leben erfüllt und beseelt ist, kann ich über die Grenzen von Zeit und Raum hinaus „reisen" und mit den Seelen aller Dinge und Wesen kommunizieren. Wenn wir uns mit der psycholo- gischen Interpretation zufriedengeben, riskieren wir, daß wir uns von der größten schamani- schen Kraft isolieren.

Wenn ich schamanisch arbeite, dann reise ich mit (einem Teil) meiner Seele in die NAW, und wenn ich zurückkehre, dann komme ich angefüllt mit der essentiellen Kraft des Universums; dies ist die stärkste Medizin, die die Existenz zu geben hat!

In der Anderwelt wirken Kräfte, die letzten Endes die Welt bewegen, und wann immer wir eine Veränderung der Welt bewirken möchten, wird es nicht ausreichen, an den Auswirkungen, auf der Ebene des bereits Eingetretenen, zu arbeiten. Die sogen. „Psyche" - das, was in der Psychotherapie auf dem „Operationstisch" liegt - ist aber bereits eine Auswirkung (nicht etwa eine Ursache!) dessen, was als spirituelles Potential in der Anderwelt als ursprüngliche Essenz vorhanden ist. Physische Empfindungen, seelische Gefühle, mentale Gedanken entstehen ebenso wie Intuition und Ideen erst nach und als „Auswirkung" - eigentlich parallel zu - unserer nicht-alltäglichen und wahren Wirklichkeit. Und schließlich ist diese Beschreibung auch künstlich, denn wir sind alle Teile einer einzigen Schöpfung, die keine solchen Trennungen kennt.

Wenn ich schamanisch tätig bin, operiere ich als eine Art Medium zwischen den inneren und äußeren Welten, genauso wie zwischen den Bereichen von spirit-Geist und Materie, quasi als Agentin des Numinosen und Dienerin der größeren Wirklichkeit eines Menschen, nicht seines Egos! Oft erschei- nen Probleme, wenn sie vor dem Hintergrund einer spirituellen Realität gesehen werden, in einem ganz anderen Licht.

Die wesentliche Aufgabe von SchamanInnen aller Kulturen ist immer die Heilung gewesen, Heilung im ganzheitlichen Sinn, wobei das zentrale Konzept das der sogen. schamanischen Kraft ist. Jegliche Krankheit hat direkt mit dieser Kraft zu tun; vom schamanischen Gesichtspunkt sehe ich drei Haupt- gründe für Krankheit:

1. es fehlt etwas im Menschen, was eigentlich dort sein sollte

2. es ist etwas im Menschen, was nicht dorthin gehört

3. es findet ein Übergang von einer Bewußtseinsstufe in eine andere statt (= Krankheit als

Initiation).

Wir alle kennen Menschen, die z. B. von ihrer Arbeit sagen: „Dieser Job raubt mir alle meine Kräfte!". Da wir nun wissen, daß alles miteinander verbunden ist und sich daher immer gegenseitig beeinflußt, hängt alles Wohlergehen auch davon ab, inwiefern wir diesen Austausch zulassen können. Denken wir an die gesündeste Person, die wir kennen: sie ist wahrscheinlich gut verbunden, gut „geerdet", ebenso rezeptiv wie responsiv. Denken wir dann an die Person unter unseren Bekannten, die am wenigsten gesund ist: sie ist wahrscheinlich minimal verbunden mit allem, was sie umgibt (und dazu zählen auch eigene Empfindungen, Gefühle, Gedanken usw.). Im Schamanismus drücken wir die Idee der Isolation bzw. Trennung mit dem Begriff „Kraftverlust" aus. Wenn wir Kraft verlieren - fortan also etwas in uns fehlt, was eigentlich dort sein sollte - dann können leicht Energien in uns eindringen, die nicht hinein gehören. Wenn wir nicht voll sind mit Kraft, dann gibt es Raum für Krankheit.

Eins der größten Symptome von Kraftverlust ist der Verlust von Vertrauen. Angst ist ein anderes. Im Alltag zeigt sich Kraftverlust v.a. daran, daß Dinge dauerhaft „schief gehen". Ein Symptom von Kraft- minimierung, also eines niedrigen Schwingungsniveaus, ist die Depression. Innere Dunkelheit wird so bezeichnet, die zum Vergessen der eigenen Stimme führt und äußeren Maßstäben und Ansprüchen Tür und Tor öffnet, woraus sich gehäuft Schuldgefühle ergeben, schließlich entsteht aus der weiteren Stei- gerung von Angst ein Teufelskreis.

Ein ernster Fall von Kraftverlust ist der Verlust von Seelenteilen. Er wird im Schamanismus als die Hauptursache von malignen Erkrankungen an Körper, Seele und Geist angesehen. Wenn ein Seelenteil sich vom Körper trennt, bedeutet das im Alltag oft die Trennung von Beziehungen (oder das Bleiben in zerstörerischen Beziehungen), von der Erde, vom Leben selbst. Dem Seelenverlust liegt immer ein Trauma zugrunde, ein Erlebnis, das für einen Teil von uns nicht haltbar, nicht tragbar ist. Wir glauben, nur dann überleben zu können, wenn ein Teil von uns nicht fühlen muß, was so schrecklich erscheint. Und so reduzieren wir uns immer weiter. Je niedriger damit das Energielevel insgesamt wird, desto dunkler wird es in uns. Emotional versinken wir in Depressionen, oder wir flüchten in die andere Rich- tung (nennen diese „spirituell") und lassen uns von psychotischen Bildern überfluten, die wir - weil wir nicht verbunden sind - nicht tragen können. Irgendwann reagiert auch der Körper; er wird krank. Vom schamanischen Standpunkt gibt es keine „organisch verursachten" Krankheiten. Es ist immer unser Wesen, das erkrankt, das sich selbst sucht.

Psychotherapeutisch mit Menschen zu arbeiten, die an Seelenverlust leiden, ist sehr mühsam und dauert oft Jahre. Es ist nämlich nicht möglich, Anteile in die Therapie einzubeziehen, die nicht an- wesend sind (z.B. das sogen. „innere Kind"), weshalb es sinnvoll ist, zunächst eine Seelenrückholung durchzuführen, um dann den zurückgekehrten Seelenteil zu integrieren und das Trauma, aufgrund dessen er geflohen ist, zu bearbeiten. Zuerst wird „das Loch gestopft", dann wird integriert. So ist das Vorgehen bei jeder Art von Kraftverlust. Wenn wir voll sind mit eigener Kraft, dann gibt es keinen Raum für ernsthafte Erkrankungen.

Energetische Eindringlinge können nur in unser System gelangen, wenn wir ihnen Raum dafür geben. Oft reicht ein Zurückholen von Kraft oder Seelenteilen schon aus, um unerwünschte Eindringlinge aus dem ( Energie-)Körper zu vertreiben. Manchmal muß man diese aber auch mit Sondertechniken ent- fernen, z. B. mit einer sogen. „Extraktion", um danach den Raum sofort mit eigener Energie aufzufül- len. Schamanisch wird diese Arbeit immer mit der Hilfe von spirituellen Helfern, Schutz- und Hilfs- geistern, sogen. „spirits" getan.

Manchmal werden KlientInnen mit einer speziellen Methode selbst in eine Heiltrance geleitet. Allein der veränderte Bewußtseinszustand in der Trance ist schon heilsam in sich, da dadurch die Schwin- gungsfrequenz angehoben wird, wodurch Störenergien sich eliminieren. Im visionären Zustand der Trance aber wirken außerdem Kräfte, die nur von den „spirits" gesteuert werden, welche die Heilung allein in ihrer Hand haben. Klientin und Schamanin arbeiten gemeinsam mit den spirits im veränderten Bewußtseinszustand.

Ebenso wirksam sind spezielle Heilungsrituale, die vor allem darauf abzielen, das Gleichgewicht im einzelnen Menschen und zwischen den Menschen und der alltäglichen und nicht-alltäglichen Wirklichkeit wieder herzustellen, so daß es möglich wird, in Frieden mit sich und in Dankbarkeit und Freude auf der Erde zu leben.

Eine umfassende von mir entwickelte Methode, um in der psychotherapeutischen Praxis des 21. Jahr- hunderts im holistisch-schamanischen Bewußtsein zu arbeiten, ist SOMA® ein sogen. psychospiritueelles, tranceorientiertes Energieverfahren.

Wenn Krankheit als Initiation auftritt, wenn sich der Mensch gerade im Übergang von einer Bewußt- seinsstufe in eine andere befindet, ist der Sinn der Schwächung des Körpers oder des Intellekts oft der, den Menschen in einen dunklen Raum zu führen, wo er alles losläßt, was ihn bisher auf seinem Lebensweg begleitet hat, damit es in der Tiefe der Seele reif gemacht wird für einen neuen Abschnitt des Lebens, der andere Anforderungen stellt. Wenn eine Umstrukturierung des gesamten Energie- systems stattfindet, haben wir oft mit Erkältungsanfälligkeit, Magen-Darm-Problemen und scheinbaren oder wirklichen Vergiftungserscheinungen zu tun. Unser System drückt auf diese Weise aus, daß ein Kampf stattfindet zwischen den alten Gewohnheiten, dem Ego, das immer wieder Bezugspunkte in der Vergangenheit sucht, und unserer größeren Wirklichkeit, dem Potential unseres Selbst als wahre Menschen, das sich ins Leben hinein gebären möchte.

Für diese dritte „Form" von Krankheit habe ich von meinen spirituellen Lehrern den Weg des REIKI KU DO ® erhalten: die schamanische Hitze wird energetisch geleitet und hilft bei der Entwicklung spiritueller Prozesse; Reiki ist an sich ein schamanisches Heilinstrument (wenn man vom flachen Takata-Reiki absieht). Im REIKI KU DO ® gibt es ein neues Symbol, das den Weg beschützt und uns in Balance hält - schamanisch können wir mit Lame Deer „tatsächlich den Rand des tiefen Canyon entlangwandeln, und (uns) geschieht kein Leid"!

3/99 Bericht und © by: Ute Aziza Brünig-Wiebke/ Göttingen

 
 
 
 
nach oben

nach oben