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Psychogramm des homöopathischen Konstitutionsmittel
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Lachesis gehört zu den großen und bekannten Konstitutionsmitteln der Homöopathie. Es wird aus der Giftdrüse von einer der größten Giftschlangen, der Lachesis muta gewonnen. 

Sie lebt einzelgängerisch und zum Teil noch wenig erforscht in den Regenwäldern Südamerikas und ist bei den einheimischen Indios gefürchtet und gemieden.
Schlangen haben in den Märchen und Mythen der Welt einen wesentlichen Platz, aber ihre Stellung bleibt dabei sehr zwiespältig, so hat die Schlange Eva im Paradies zum Versuchen der verbotenen Frucht überredet, aber Jesus wird in alten Kirchen als eine am Kreuz aufsteigende Schlange dargestellt und in der Wüste wurde das Volk Israels von den Natternbissen geheilt, wenn es zu der von Moses errichteten ehernen Schlange aufschaute. 

Ebenso zwiespältig betrachtet man die Schlangen heute - von den einen verehrt und in allen möglichen Symbolen verewigt, von den anderen gefürchtet und verteufelt. Genau so zwiespältig erlebt man das Wesen eines Menschen, der Lachesis als Konstitutionsmittel braucht:

In ihm brodelt eine ungeheure Kraft, die die Mitmenschen instinktiv spüren und die er selbst entweder unterdrückt oder sehr ungeschickt zum Ausdruck bringt Dadurch kann er zwar einerseits seinen Willen durchsetzen, aber die Mitmenschen leiden unter seinem Druck und versuchen sich ihm zu entziehen oder aber sie versuchen, ihn klein zu machen. Beides belastet einen Lachesismenschen zutiefst, weil ihm seine Macht nicht bewusst ist, und es stürzt ihn in tiefe Zweifel. Zweifel und Gespaltenheit, zwei Themen, die zu lösen die Seele in die Welt gekommen ist.

Aus der Sicht der Reinkarnationstherapie haben sie in früheren Leben ihre übersinnlichen Fähigkeiten zu Machtzwecken missbraucht und mussten diesen Missbrauch teuer bezahlen mit Folter, mit grausamem Tod, mit Schmach und Schande.

Dies hat den Eindruck hinterlassen, dass solch eine Begabung schlecht sei, sie versuchen sie heute zu unterdrücken, denn ein Lachesis - Mensch wertet scheinbar die anderen, aber in Wirklichkeit am meisten sich. Und was er bei sich nicht leiden kann, das Feuer des Lebens, die Kraft, die Leidenschaft, die magische Ausstrahlung, die versucht er dann in der Projektion bei anderen zu unterdrücken.

Lachesis - Kinder sind hochintelligent, rasch in der Auffassungsgabe und sehr sensibel im wahrnehmen von Stimmungen. Um nicht zum Opfer werden zu müssen, werden sie zum Täter, mit anderen Worten, sie tricksen die wenigen schnellen, weniger intelligenten Kinder aus.

Hat man das Mittel und damit das Wesen des Kindes erkannt, weiß man als Erwachsener, dass rigide Strafmaßnahmen nur das Gegenteil bewirken. Dann wird ein Lachesis - Kind erst recht hinterhältig. Nimmt man es aber ernst, erklärt ihm die Folgen seines Verhaltens, bekommt man ein fürsorgliches , waches Kind, welches kritische Situationen erkennt, lange bevor sie kritisch werden. 

Mit seiner unbändigen Kraft kann der Erwachsene eine ganze Firma bis zur Erschöpfung treiben, da er gar nicht merkt, dass die anderen weniger "Power" haben. Er ist ein Arbeitstier, das bis zum Umfallen wühlt und schafft und das meist so schnell ist, dass es lieber alles selber macht, weil es ihm sonst viel zu lange dauert. So kommt es natürlich, dass Lachesis - Menschen unentbehrlich werden, stolz darauf sind, bis sie irgendwann zusammenbrechen und mit ihnen ihr ganzes Werk, weil sie keinem zutrauen, dass er es auf seine Art genauso meistern könnte..

Lachesismenschen sind auch alles andere als schüchtern, sie überschütten ihre Mitmenschen mit ihrem nie endenden Redeschwall und erzählen freimütig ihre Intimitäten. Dabei müssen es nicht immer massige. etwas kurzatmige Übermütter sein, auch zierliche Karrierefrauen, die genau wissen was sie wollen können Lachesismenschen sein. Vor allem Männer mit aufgesetztem Selbstbewusstsein gehören zu ihren den beliebtesten Opfern. Dank ihres sechsten Sinnes trifft ihr Gift garantiert die wundeste Stelle dieses Don Qichote, dessen Windmühlenflügelkämpfe klappen zusammen und die Lachesisfrau hat einen neuen Todfeind. Das ist dann oft der Grund, warum sie trotz hervorragender Qualifikation auf keinen grünen Zweig kommen.

Wenn ein Lachesismensch sein Mittel bekommt, wird ihm seine Wirkung auf die Mitmenschen mit Entsetzen bewusst, aber es ist die Aufgabe des Therapeuten, ihm zu zeigen, dass er seine Macht nicht verurteilen darf, sondern sie in Kraft umwandelt, dass er seinen sechsten Sinn schult, statt ihn zu unterdrücken und ihn für seine Mitmenschen nutzt, statt dagegen. Dazu hat Lachesis aber einen mühsamen Lernschritt vor sich, nämlich Diplomatie und Schweigen lernen, wenn reden zerstören würde. 

Wenn ein Lachesismensch das gelernt hat, wird er zu einer ganz ausgezeichneten Führungspersönlichkeit oder er/sie lernt die "Hexenqualitäten" zum Nutzen seiner Mitmenschen einzusetzen

1/2000 Bericht von Silvia Hiener, Heilpraktikerin/Stühlingen

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