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Grüner Tee - 
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  Daß grüner Tee gut schmeckt,  anregend wirkt und dabei bekömmlicher ist als der fermentierte schwarze Tee, ist allgemein bekannt. Wer aber weiß, daß ihm Wirkungen gegen Mängel bestimmter Vitamine, gegen Arteriosklerose ("Verkalkung" der Blutgefäße), Hypertonie (Bluthochdruck), Erkältungen, Blutungen im Magen und Darm, ja, selbst gegen Krebs und Belastungen durch hohe radioaktive Strahlungen nachgesagt werden, daß er sich zu Behandlung bakterieller Infektionen wie Ruhr und Bauchtyphus eignen soll und daß er Alterserscheinungen vorbeugt?  

Ein neues Wundermittel?  

Neu? Ganz bestimmt nicht, denn grüner Tee wurde bereits vor rund 4.700 Jahren zum ersten Male urkundlich in China erwähnt. 
Wunder? Auch das trifft nicht zu, denn der grüne Tee ist ein ganz natürliches Gewächs, kultiviert zwar, aber mit den besten Wachstums- und Geschmacksergebnissen nur im naturbelassenen Anbau. Was ihn auszeichnet, ist die Vielfalt seiner Inhaltsstoffe, die teilweise in recht hohen Konzentrationen, teilweise nur in Spuren vorhanden sind. 130 Stoffe hat man schon nachweisen können, die alle als Einzelelemente oder in der Zusammenwirkung ihre Wirkung entfalten können. Aus der Homöopathie wissen wir, daß Pflanzenwirkstoffe auch in hohen Verdünnungen sehr erfolgreiche Arzneimittel sind und auf diesem Prinzip beruhen die heilsamen Kräfte, die dieses Getränk entfaltet, ohne jemals schädliche Nebenwirkungen gezeigt zu haben.

Was macht die Wirksamkeit des grünen Tees aus? 

Zunächst einmal ist er eine "Vitaminbombe". Wenn er frisch geerntet ist, enthält er viermal mehr Vitamin C als die Citrusfrüchte und das bleibt mit nur geringen Einbußen auch so, wenn er für den Gebrauch getrocknet wird. Ferner findet man in ihm die Vitamine B2, D, K und P, letzteres in höherer Konzentration als in jeder anderen Pflanze! Andere Inhaltsstoffe haben antibakterielle Wirkung, unterdrücken die körpereigene Produktion von Superoxyd oder binden andere schädliche Stoffwechselprodukte und beschleunigen deren Abtransport über die natürlichen Ausscheidungen. Spurenelemente wie Zink und Kalzium sind für uns in Zeiten besonderer Anforderungen wichtig, für Frauen besonders in der Schwangerschaft. 
Der schonende Zubereitungsprozeß, der nur aus Reinigen und langsamem Trocknen besteht, erhält alle Inhaltsstoffe und schädigt oder verringert sie nicht wie z.B. die Fermentierung, die im schwarzen Tee eigentlich nur die anregenden Stoffe, insbesondere das Tannin, anreichert. 

Welche Wirkungen sind besonders hervorzuheben?
 

Wenn wir von heilsamen Wirkungen des grünen Tees sprechen, dürfen Sie keine Spontanheilungen nach dem Motto: "Gestern lag ich noch auf den Tod darnieder, aber heute, nach dem Genuß nur einer einzigen Tasse grünen Tees, kann ich Bäume ausreißen!" erwarten, denn das wären tasächliche Wunder. Das Trinken von grünem Tee kann niemals die Therapie des Arztes bei einer akuten Erkrankung ersetzen. Seine Stärke liegt in der Unterstützung der Heilungsprozesse, in der Hilfe beim Verbessern des Allgemeinbefindens und insbesondere in der Vorbeugung. Grüner Tee hilft vor allem dann, wenn unser Körper durch unser eigenes Fehlverhalten wie falsche Ernährung, Bewegungsarmut und die sonstigen Nebenwirkungen unserer so hoch gelobten Zivilisation schon geschädigt ist, ohne daß wir durch das Ausbrechen einer Krankheit bereits die Quittung erhalten hätten. Er kann seine Kräfte besonders gut entfalten, wenn er regelmäßig und in nicht zu geringen Mengen getrunken wird. 
Nachteilige Reaktionen sind nicht bekannt. Auch spät am Abend gibt es keine Probleme. Da grüner Tee nicht über das Herz anregt, sondern über das zentrale Nervensystem, brauchen Sie kein Herzklopfen oder Schlafstörungen zu befürchten. 
 

Grüner Tee hilft bei ...

Da der grüne Tee aus dem ostasiatischen Raum kommt - sein japanisches Hauptanbaugebiet liegt in der Präfektur Shizuoka, aber er wird auch in China häufig angepflanzt, in den asiatischen Ländern der ehemaligen Sowjetunion bis hin nach Turkmenistan - ist es natürlich, daß man sich dort besonders mit Forschungen beschäftigt, die die dem grünenTee nachgesagten Wirkungen bestätigen oder widerlegen sollen: Ein "Volksnahrungsmittel" auf dem Prüfstand! 
 

Grüner Tee und Arteriosklerose
(Untersuchungen von Dr. Aoki, Städt. Universität Nagoya) 

Über einen noch nicht restlos geklärten Mechanismus führt der regelmäßige Genuß von grünem Tee dazu, daß Cholesterol sich chemisch verändert und nachweislich in höherem Maße als normal ausgeschieden wird. Dadurch wird der Anbau in den Blutgefäßen verhindert und der Arterienverkalkung vorgebeugt. Außerdemhalten die Vitamine B2, K und P die Wände der Blutgfäße, insbesondere der Kapillaren, geschmeidig, so daß die Gefahr vor Durchblutungsstörungen, Schlaganfällen und kreislaufbedingten Herzerkrankungen (Infarkt) zurückgeht. Als Nebenerscheinung gibt es noch einen kosmetischen Vorteil, denn die geplatzten Äderchen unter der Haut oder Flecken durch Blutergüsse verschwinden allmählich. 
 

Grüner Tee und der Blutdruck 
(Untersuchungen von Prof. Dr. Meguro, Tohudo Universität) 

Zusammen mit dem positiven Einfluß auf die Gefäßwände beeinflußt grüner Tee Stoffe im Blut, die Bluthochdruck verursachen. Regelmäßiger Genuß wirkt regulierend auf den Blutdruck. Schon früher haben Beobachtungen ergeben, daß man den Einfluß dadurch steuern kann, wie lange man den Tee ziehen läßt. Normaler oder niedriger Blutdruck verlangt nach Ziehzeiten von unter oder um eine Minute, während zu hoher Blutdruck am günstigsten reagiert, wenn man den Tee fünf Minuten ziehen läßt, obwohl dann der Geschmack etwas leidet und die anregende Komponente verringert wird. Bei Hypertonie (Bluthochdruck), der medikamentös behandelt wird, sollten Sie es unter Beobachtung des Arztes einmal ausprobieren: 14 Tage regelmäßig täglich mehrere Tassen grünen Tee trinken und dann die Dosierung des Medikaments langsam reduzieren. Wenn Sie gut auf grünen Tee ansprechen, müßten Sie das ohne weiteres vertragen können, ohne daß sich Ihr Blutdruck erhöht. Nach einigen Monate sollten Sie auf Medikamente ganz verzichten dürfen. 
 

Grüner Tee und Karies 
(Untersuchungen von Dr. M. Onishi, med. Fak. der Universität Tokyo) 

Der antibakterielle Effekt von grünem Tee verhütet auch das Auftreten von Karies, wie Forschungen in der Zahnheilkundeabteilung ergeben haben. Die Ergebnisse wurden durch verschiedene Tests bestätigt. Unterstützt wird dies durch den Gehalt von Fluor-Ionen, der im grünen Tee nachgewiesen werden konnte. 
 

Grüner Tee und Krebs 

(Untersuchungen von Dr. Tsune Kada, Staatl. Genetik-Forschungszentrum Japan sowie andere Forschungsstätten.) 

Einer der Inhaltsstoffe des grünen Tees ist das Katechin. Diesem Stoff wird nachgesagt, daß er der Mutation von Körperzellen entgegenwirkt, indem er kanzerogene Substanzen neutralisiert. Die kombinierte Funktion von mutationsunterbrechenden Substanzen und Vitamin C soll Krebsbildung erfolgreich verhindern. Insbesondere Magenkrebs wird positiv beeinflußt, auch wenn schon eine Geschwulst vorliegt. 
 

Grüner Tee und das Alter  
(Untersuchungen von Prof. Takuo Okada, Okayama Univ., Fakultät f. Pharmakologie) 

Neben den günstigen Einflüssen auf den Kreislauf und bei Arteriosklerose, die besonders bei älteren Menschen wichtig sind, tritt ein weiterer Effekt auf, der die Erzeugung von Körpereigenem Superoxyd betrifft. Superoxyd beschleunigt den Alterungsprozeß der Körperzellen. Vitamin E ist in der Schulmedizin ein Mittel, das zu Reduzierung der Superoxyd erfolgreich eingesetzt wird. Grüner Tee wirkt 20 mal so effektiv wie Vitamin E, wie vergleichende Forschungen nachgewiesen haben. Verantwortlich hierfür ist die im grünen Tee vorhandene Form des Tannins. 
 

Grüner Tee und besondere Fälle 

Nach einem Strahlenunfall wurde der grüne Tee im Zusammenhang mit Strahlenbelastungen geprüft. Bei der sogenannten Todesasche, einem mit Strontium 90 verseuchten Staub, wurde festgestellt, daß das Tannin mit dem Strontium 90 eine chemische Verbindung eingeht, die aus dem Körper ausgeschieden werden kann. Damit wird die Resorption durch den Körper zu 20 - 30 % verhindert. 
Aus Turkmenistan wurde berichtet, daß starker grüner Tee mit Erfolg als Heilmittel bei Ruhr und Bauchtyphuserkrankungen eingesetzt wurde. Außerdem zeigte er auch überraschende Heilwirkung bei Blutungen im Magen- und Darmbereich. 
 

Zusammenfassend 

ist zu sagen, daß Grüner Tee natürlich keine "Wunderdroge" ist, wie er manchmal fälschlicherweise gesehen wird. Er ist einfach ein wirksames Mittel in der Vorbeugung bei typischen Zivilisationsschädigungen. Regelmäßiger Genuß bewahrt vor Bluthochdruck, Schlaganfällen und hilft, vorzeitige Alterung zu verhindern. Wenn er dann noch unser Immunsystem zu unterstützen scheint, nehmen Sie ihn einfach an als wirksamen Begleiter auf dem Weg zu einer besseren Gesundheit

1/99 Bericht von  Georg Paulus - D-52385 Nideggen

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