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sensomotorische Bewegungslehre auf neurophysiologischer Grundlage als Ganzkörperarbeit nach Ruth Grühling

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Im Grunde greift der Mensch in seinen Bewegungen auf nur relativ wenige Verhaltensmuster zurück, deren Abläufe zum großen Teil bereits im Kleinkindalter, aber auch später noch im Laufe der Entwicklung und von der Arbeitswelt geprägt werden.
Sie sind gewissermaßen in die traditionellen Zivilisationsschemen eingeordnet und werden häufig durch traumatische Erfahrungen, wie z.B. Sturz, Unfall, Operation, Schock, Ängste unbewußt sogar noch reduziert.
So ist es verständlich, daß im Laufe der Jahre Spannungen, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und die daraus resultierenden Krankheitsbilder sich entwickeln können.

Die Dynamische Integration hat sich als Aufgabe gestellt, die fast unüberschaubare Vielfalt des sich potenzierenden Abstimmungsspiels der Muskelfasern zu nutzen, welches auf die speziellen Verhältnisse des labilen Gleichgewichts im Bewegungsapparat abgestellt ist.

 

Das vorrangige Ziel ist das Ausbalancieren des Muskeltonus und die dadurch entstehende Reorganisation des Skeletts.

Dies geschieht auf neue Weise, abseits schematischer Bewegungsabläufe, wie sie bisher ausgeübt wurden.

Diese Behandlungsform ist keine passive Therapie! So wie eine fortschrittliche biologische Medizin widmet sie sich anstelle einer Behandlung von Einzelsymptomen, einer ganzheitlichen Wiederherstellung gestörter Bewegungsabläufe, einer Verbesserung der Organisation und Koordination der verschiedenen Körperabschnitte.

Gerade diese spezielle Methode von sanfter Impulssetzung erregt Muskel- und Sehnenspindeln in harmonischer Weise nur soweit, daß eine sinnvolle Antwort erfolgt, ein übermäßiger Tonus vermieden wird.

Durch Variationen und Erweiterungen bisher eingefahrener Innervationsmuster führt diese neue Form von Ganzkörperarbeit u. Bewegungslehre zu einer vollkommen erneuerten Dynamik.

 

Das daraus entstehende Wirkungsspektrum:

Diese neuromuskuläre Neuorganisation wirkt schnell und effizient bei akuten und chronischen Schmerzen und beschleunigt in der Rehabilitation entscheidend den Heilungsprozess.

    • Eine Vielzahl vegetativer Funktionen, insbesondere die Atmung, aber ebenso die Psyche werden positiv beeinflußt.
    • Eingeschränkte Bewegungs- und Haltungsmuster werden ausgeglichen.
    • Durch die Anregung der Regenerationsfähigkeit des Körpers zeigt sich eine effektive Wirkung vor und nach notwendig gewordenen Operationen.
    • Beschwerden wie Kopf-, Schulter-Rücken- und Gelenkschmerzen, Schlaflosigkeit, Migräne sowie eine Vielzahl von psychosomatischen Beschwerden werden positiv beeinflußt.
    • Optimierung in der Prävention, wie z.B. Streßreduktion, erweitertes Bewegungsspektrum mit größerer Ausdauer und Geschwindigkeit, weniger Verletzungen.
  • Für Kinder hat diese Methode eine besonders positiv stabilisierende und balancierende Wirkung wie z.B. bei Koordinations-, Bewegungs-, Sprach- und Schreibproblemen, Hyperaktivität, Neurodermitis, Nervosität, Astma, Ängste usw. Sie fördert und erleichtert die Lernfähigkeit.

2/99 Bericht von Ruth Grühling / Leutkirch

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